Aus dem Leben einer Taikonautin

Schon als Kind träumt die Bauerstochter Li Jing davon, zu den Sternen zu reisen. Unbeirrt verfolgt sie ihr Ziel, durchläuft die Ausbildung zur Militärpilotin und tritt in die Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee ein. Nach 1600 Flugstunden und der Beförderung zur Majorin wird Li Jing als Raumfahrtkandidatin rekrutiert. Ein zweijähriges Trainingsprogramm mit anstrengenden Unterwasserübungen steht bevor. Sollte sich ihr Traum nun tatsächlich erfüllen und sie die erste Chinesin im Weltraum sein?

Eine Graphic Novel, die interessante Einblicke in die Welt der Taikonaut*innen bietet!

Der Zeichner und Autor

Markus Bindhammer, 1971 in Gunzenhausen geboren, ist Produktmanager und Ingenieur. 2008 führte ihn seine Tätigkeit nach China, wo er zehn Jahre arbeitete und lebte. Internationale Bekanntheit erlangte er, als er im selben Jahr mit einem deutsch-chinesischen Team am Google Lunar X-Prize teilnahm, einem mit zwanzig Millionen US-Dollar Preisgeld ausgelobten Weltraum-Wettbewerb. Er gewann so tiefe und ansonsten verwehrte Einblicke in die chinesische Raumfahrt. Seit fünf Jahren ist er nebenberuflich als Autor und Zeichner von Comics und Graphic Novels tätig. Heute lebt er mit seiner Familie in Friedberg bei Augsburg.

Die Geschichte einer Flüchtlingsfamilie

„Staatenlos in Shanghai” erzählt die Geschichte von Liliane Willens, die als Tochter von jüdisch-russischen Eltern aus Russland und der Ukraine nach Shanghai geflohen ist. Die Familie lebte in der ehemaligen französischen Konzession von Shanghai. Detailliert beschreibt Willens die Strukturen dieser Stadt, damals geradezu ein internationales Potpourri – Amerikaner, Briten, Franzosen, Russen, Chinesen und viele andere Menschen aus unterschiedlichsten Ländern lebten gemeinsam in dieser Stadt. Dennoch trennte sie viel voneinander, die Hierarchien zwischen den einzelnen Ethnien wurden streng eingehalten. 
Ergänzt werden die Beschreibungen durch Willens‘ persönliche Eindrücke, Erinnerungen und Anekdoten. Leserinnen und Leser erfahren, wie Willens als weiße Ausländerin von Kind auf bis ins Erwachsenenalter die vielen Veränderungen erlebt hat: Den Zweiten Weltkrieg unter japanischer Besatzung, den chinesischen Bürgerkrieg und schließlich die Gründung der Volksrepublik China.

Die Autorin

Liliane Willens ist Autorin und Dozentin. Sie wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in der ehemaligen französischen Konzession von Shanghai in China geboren. In „Staatenlos in Shanghai“ beschreibt sie detailgetreu, mit viel Witz, abe auch nachdenklich, wie sie in China aufgewachsen ist. Heute lebt Liliane Willens in Washington.

Eine philosophische Reise

Wohin soll man gehen, wenn man weder seine Mitmenschen, noch sich selbst erträgt? Im elegant lyrischen Stil schreibt Lung Ying-Tai über eine erfolglose Schriftstellerin, die von einem buddhistischen Meister für zwei Jahre an den Fuß des Berges Kavulungan in Süd-Taiwan geschickt wird. Dort soll sie sich der Beobachtung ihrer Umgebung widmen, damit ihr rastloses Wesen Ruhe finden kann. In diesem Roman wird über Lebensfragen philosophiert und die Leser*innen damit zum reflektierten Mitdenken angeregt. Gemeinsam mit der Ich-Erzählerin tritt man die Reise zum achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen an. Die Leser*innen werden dabei auf eine philosophische Reise in Taiwans Natur, Geschichte, Traditionen und Gesellschaft mitgenommen, die eine Brücke zwischen östlichen und westlichen Denkschulen – und gelegentlich auch zwischen dem Dies- und dem Jenseits – schlägt.
Ein lesenswerter Beitrag zum Genre des “Nature-Writing”!

Die Autorin

Lung Ying-Tai (*1952) zählt zu Taiwans renommiertesten Essayistinnen und Kulturkritikerinnen, die durch ihr Schreiben einen wesentlichen Beitrag zu Taiwans Demokratisierung geleistet hat. Sie war Hochschullehrerin an der University of Hong Kong sowie an der Universität Heidelberg und von 2012 bis 2014 die erste Kulturministerin Taiwans.

Die Übersetzerin

Monika Li ist zweisprachig – Deutsch und Ungarisch – aufgewachsen und hat Germanistik, Philosophie und Sinologie in Heidelberg studiert. Als Stipendiatin an der National Taiwan University kam sie 2009 zum ersten Mal nach Taiwan. Mit ihrer Familie lebt sie in Berlin und Taipeh, wo sie taiwanische Literatur auf Deutsch übersetzt.

Ein Leben für den Staat

Wie erging es der chinesischen Arbeiterklasse im Zeitraum zwischen 1960 und 2010? In diesem Roman bringt der Protagonist Chen Shuisheng den Leser*innen das rastlose politische und wirtschaftliche Auf und Ab der Volksrepublik während dieser Zeitspanne nahe. Knapp und ohne blumige Abschweifungen, aber mit viel Sympathie für die Figuren, werden in vielen Dialogen sowohl Shuishengs Leben, als auch die erfolgreichen und tragischen Schicksale seiner Arbeitskollegen und Vorgesetzten in der Phenolfabrik veranschaulicht.
Wir erleben gemeinsam mit Shuisheng die Machtkämpfe, Intrigen, Solidaritätsbekundungen und Auflehnungen der Arbeiter*innen in der Fabrik hautnah mit. Materielle Entbehrungen sowie Tod und Krankheit sind ihre ständigen Begleiter. Im Besonderen wird durch die Thematisierung des Todes veranschaulicht, wie die alten Bräuche und Familienrituale trotz der Verbote bis heute überlebt haben.

Der Autor

Lu Nei wurde 1973 in Suzhou geboren und hat nach seiner Schulzeit verschiedene Jobs, u.a. in Fabriken angenommen. Heute ist er ein erfolgreicher Schriftsteller und arbeitet außerdem in einer Werbefirma. Lu Nei schreibt Kurzgeschichten und Romane, die autobiografische Züge tragen. 2007 erschien sein Erstlingsroman Young Babylon, der von Poppy Toland ins Englische übersetzt wurde. Für seinen Roman Mitgefühl, der 2015 beim Verlag für Volksliteratur erschien, erhielt er in China mehrere Auszeichnungen.

Die Übersetzerin

Maja Linnemann studierte Sinologie in Bremen, Chengdu, Hamburg und London. Sie lebte 14 Jahre lang in Peking, wo sie u.a. als Chefredakteurin der CHINA Nachrichten an der Österreichischen Außenhandelsstelle und als Chefredakteurin des Deutsch-Chinesischen Kulturnetzes für das Goethe-Institut tätig war. Von 2013 bis 2018 baute sie als Geschäftsführerin das Konfuzius-Institut Bremen mit auf. Seit Anfang 2019 ist sie freiberuflich als Redakteurin und Übersetzerin tätig, u.a. für das Projekt STADTMACHER China – Deutschland.

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