Chen Qingqing
Vom Überleben zur Kunst
Vom Überleben zur Kunst
„Vom Überleben zur Kunst“ beschreibt den Lebensweg einer Künstlerin und zeigt, wie Erinnerung weiterwirken kann – und wie aus persönlichen Erfahrungen, Verlusten und Überlebensstrategien schließlich künstlerische Ausdrucksformen entstehen.
152 Seiten, Softcover
Künstlerinnenbiografie
ISBN: 978-3-912802-02-3
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Lieferung 31. 08 - 04. 09
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Was bleibt, wenn uns alles genommen wird?
Ein Stuhl, der unter Hochspannung zu stehen scheint, und auf dessen Sitzfläche ein feines Gewebe leuchtet, das Geborgenheit verspricht. Diese Installation von Chen Qingqing auf dem Einband trägt den Titel „Zuhause“ und fängt Erfahrungen ihrer Kindheit ein, die von extremen Gegensätzen geprägt war – dem Erleben schrecklicher Geschehnisse und der Suche nach Wärme, Schutz und menschlicher Nähe.
In ihren atmosphärischen Erinnerungen erzählt die heute renommierte Künstlerin von ihrem mühevollen Weg, der sie aus der Abgeschiedenheit Pekinger Dienstresidenzen an die schlammigen Ufer ländlicher Provinzen führte, wo harte Arbeit, Hunger und Elend ihre täglichen Begleiter waren. Sie berichtet von dem Kleid, durch das sie als kleines Mädchen zum ersten Mal erfährt, was Zärtlichkeit und Schönheit bedeuten und schreibt von der tiefen Zuneigung zu ihrem Hasen Datu, von der Weisheit eines alten Meisters der traditionellen Medizin und von der Kraft, die sie fand, als sie auf sich allein gestellt um ein Zuhause für ihre sterbende Mutter kämpfte.
Mit dem präzisen Blick einer Bildhauerin setzt Qingqing die Bruchstücke ihrer Vergangenheit zu beeindruckenden Bildern neu zusammen. Schubladen, Uhrenfragmente und Katzenstimmen erzählen von einer Zeit, in der das Individuum nichts, aber menschliche Wärme alles war.
Ein tief bewegendes, hochliterarisches Memoir über die heilende Kraft der Kunst, die enge Bindung zwischen Mensch und Tier und den Mut einer Frau, sich ihre eigene Freiheit zu erschaffen.